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Computerkriminalität soll künftig schärfer strafrechtlich verfolgt werden: Der Bundesrat verabschiedete ein neues Gesetz, das "Hacker Tools" unter Strafe stellt. Doch die werden auch von IT-Fachleuten verwendet, um die Sicherheit eigener Systeme zu überprüfen. Das Gesetz sei absolut kontraproduktiv, argumentieren sie.
er Bundesrat hat heute ein neues Gesetz zur Bekämpfung von Computerkriminalität verabschiedet. Damit sollen vor allem Lücken bei der Computersabotage geschlossen werden. Das klingt gut, wäre da nicht der umstrittene Paragraf 202c. Bestraft werden soll künftig auch das Herstellen, Überlassen, Verbreiten oder Verschaffen sogenannter "Hacker-Tools", die darauf angelegt sind, "illegalen Zwecken zu dienen".
Zahlreiche IT-Experten und Branchenverbände halten diesen "verschärften Hacker-Paragrafen" jedoch nicht nur für überflüssig, sondern sogar für kontraproduktiv im Kampf gegen Computerkriminalität. Sie argumentieren, das legitime Werkzeuge, die Administratoren zur Sicherung ihrer eigenen Systeme brauchen, sich nicht von denen unterscheiden, die Kriminelle zum Einbruch in Rechner verwenden.
Tools können so oder so eingesetzt werden
"Es ist sinnlos, diese Tools moralisch zu bewerten", sagt der Systemadministrator und IT-Sicherheitsexperte Serge Königsmann gegenüber tagesschau.de. Die Programme seien schlicht und einfach Werkzeuge. Entscheidend sei, wie sie eingesetzt würden. "Das ist wie mit einem scharfen Messer: Damit kann ich eine Scheibe Brot abschneiden oder aber jemanden umbringen."
Tageschau
_________________ was maη brauCht um die Nummer 1 zu seíη!? -
die Eηtschlosseηheít ηicht díe Nummer 2 zu seíη
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